Großes Interesse für Kulturfahrt ins Kannenbäcker Ländchen und nach Bad Ems

Der Heimatverein „Feste Neustadt“ e. V. hatte ins Kannenbäcker Ländchen und nach

Bad Ems eingeladen. Die große Anzahl von 60 Heimatfreunden nahm an der Fahrt teil.

Erste Station war beim Töpfer Bolko Peltner in Höhr-Grenzhausen, der mit Worten und Handarbeit seinen Berufsstand in ausgezeichneter und fesselnder Art vorstellte. 

Er erläuterte die vielfältigen Tonerden, die Verarbeitungstechniken und die Schwierigkeiten für das verarbeitende Handwerk in seiner Region. Angeschlossen an seinen Handwerksbetrieb bietet er ein Töpfereimuseum mit auch historischen Exponaten aus Böhmen und Schlesien. In Höhr-Grenzhausen sind auch große Firmen entstanden, die Tonprodukte  für die Industrie und den medizinischen Bereich herstellen.

In Bad Ems warteten zwei Stadtführerinnen in historischen Gewändern aus der Kaiserzeit auf die Besucher aus Bergneustadt. Sie berichteten beim Rundgang aus der Geschichte dieser bedeutenden Kurstadt, besuchten die Russisch Orthodoxe Kirche, das Grand Hotel, sahen die Spielbank und die Kureinrichtungen mit den verschiedenen Kurbrunnen.  In Erinnerung gerufen wurden dabei auch die Emser Pastillen und die Emser Depesche, die letztlich zum Krieg mit Frankreich führte. Das gemeinsame Mittagessen wurde im  stilvollen Restaurant des historischen Badehauses eingenommen. 

Die Rückfahrt führe dann entlang der Lahn zur Mündung in den Rhein und über Koblenz durchs Rheintal wieder Richtung Heimat. Angetan von dieser Fahrt freuen sich die Bergneustädter Heimatfreunde sich schon auf den Besuch Lippstadts im Dezember.